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Schlagwort-Archive: We really live in Augsburg

Wer ist einflussreicher in dieser Stadt bei jungen Wählern: Eine Facebook-Seite mit über 4.000 Fans oder eine mit 2.000? Vielleicht ist es die Seite, die den Dialog mit ihren Fans beherrscht. 

Facebook zählt derzeit 27.000.000 Millionen aktive Nutzer in Deutschland 2014. Ganz egal welche der Augsburger Parteien, keine ist hier auch nur annähernd erfolgreich. Erfolgreich auf Facebook? Die Frage beantwortet sich über die Anzahl der Fans, der Likes, Shares und Kommentare durch Fans auf den Fanseiten. Sprich wie viele Fans folgen einer Seite – bei der SPD in Augsburg sind es weniger als bei der AfD Augsburg. Und wie steht es um deren Interaktion zu den veröffentlichten Beiträgen? Bürgernahe Politik dirch Dialog quasi. Facebook oder auch Twitter bieten hier sehr leicht Bürgernähe. Die Interaktionsrate der SPD Augsburg liegt auf Facebook aktuell bei 0%. 

Auf Facebook steht man mit den Fans,  auf Twitter mit Followern im Dialog. Facebook und Twitter sind den Zahlen nach die erfolgreichsten unter den sozialen Medien, nicht nur in Deutschland.

Ich weiß nicht ob die elf Parteien aus Augsburg, die sich auf Facebook finden lassen, noch politischen Einfluss nehmen. Ich kenne jetzt deren Facebook- und deren Twitter-Accounts, mitunter deren Webseiten. Wer wissen will was die Parteien verkünden, muss deren Webseiten entweder alle einzeln bereisen oder dieselben abonnieren. Ich abonniere sie alle auf Facebook. So erspare ich mir ständige Abo-Mails jeder einzelnen Website. Auf Facebook kann ich alle News von allen Seitenbetreibern abonnieren, die mich interessieren. Hier bin ich ohnehin täglich und ständig. 

Ein Abo der Augsburger Allgemeinen habe ich nicht. Ich lese nur die zehn monatlich freien Online-Artikel, kostenfrei. Und noch einmal zehn von meinem Firmencomputer aus in München. Macht 20 kostenfreie Artikel pro Monat. Ansonsten verfolge ich die Beiträge der AZ auf Facebook und Twitter. Überschriften informieren auch. 

In Augsburg blättere ich mich noch durch die Ausgaben von a3kultur, die Neue Szene und in unserem Hausflur gibt es die Stadtzeitung und Augsburg extra. Im Netz findet sich dann noch die Augsburger Zeitung, kurz DAZ. Wer sich für lokale Politik oder Parteiinhalte interessiert, kann sich in diesen Publikationen einiges an Informationen händisch zusammensuchen. So lange er nicht vergisst, dass es sich um journalistische Interpretationen handelt. Auch wenn die Publikationen allesamt eher den partei-politischen Mainstream observieren. Piraten, ödp oder Die Linke existieren hier kaum bis gar nicht. Um die Filterfunktion der klassischen Medien wissen junge Menschen. Ein Grund mehr Informatios-Angebote auf eigene Interessen hin selbst zuzuschneiden. Wer sich über bspw. über Kultur, Nachtleben oder auch Politik in Augsburg informieren kann, schafft das auch ohne AZ und Co.

Die Webseiten der Parteien sind zwar informativ aber unattraktiv und wer in meinem Alter bereist noch eine Website, wenn die Facebookfreunde einen mit den wichtigsten Nachrichten aus der Welt versorgen? Zugegeben, man sollte sich, wenn man politisch informiert sein will, nicht auf Twitter, die Freunde und Facebook allein verlassen, auch wenn das sehr bequem wäre. 

Die Parteien dürften dankbare Inhalte für die sozialen Medien In ihrem Repertoire haben – sie wissen weit mehr über die Stadt als so mancher von uns. Welche Gründe auch immer es hat, dass sie das so selten auf sozialen Medien verbreiten. Ich kann mir Gründe vorstellen: Personalknappheit, fehlender Wille oder, was erfahrungsgemäß einer der Hauptgründe ist, Inkompetenz im Umgang mit neuen Medien, eine fehlende Strategie und schließlich die Erfahrung, dass das was gepostet wird, nicht wie erhofft einschlägt. 

Wer diese Menschen sind, die die Partei sein wollen, ich habe keinen Plan. Ich kenne nur einige der Namen: Eva Weber, Kurt Gribl oder Reiner Erben beim Namen. Ich merke mir Namen nicht gut. Ist kein Desinteresse. Es soll wen geben der unsympathisch ist unter ihnen: Mir fällt sein Name nicht ein. Claudia Roth! Sie fällt mir noch ein. Zuletzt habe ich sie auf dem Slam 2015 in der Kongresshalle am Park sprechen hören.

  
Es ist Sonntag. Ich den halben Tag im Bett. Ich verdaue Mangold und Rotbarsch. Netflix läuft. Handy in der Hand. Draußen regnet und schneit es. 

Meine größte Schwäche? Gelegentlich ist mir nicht alles egal. Dann will ich keine AfD. Lieber Demokratie. Lieber Rotbarsch von der Theke als Lachs aus der Aldi-Gefriertruhe. Klingt wie Komfortzone. Mein Leben ist eine einzige. Wie dankbar ich dafür bin.

Gestern Nacht, da war ich wieder in einer Bar, zufällig das Werner. Einige Gespräche geführt. Soweit das bei der Lautstärke unbeschwert möglich ist. In einer Bar kann man sich in Gedanken, in Gespräche, nach ein paar Mexikanern und mit einem Drink in der Hand herrlich verlieren aber dadurch auch vieles beleuchten. Über die Augsburger Politik, ihre Akteure. Über Stadtentwicklung, Gentrifizierung, City-Initiativen, die Austauschbarkeit der Annastraße, die Franchise-Ketten am Rathausplatz und das dadurch bedingte Aussterben der lokalen Gastronomien. Über schlechte Stadtmarketing-Kampagne oder die städtischen Lobbyisten, menschliche Eitelkeiten oder das Gegenteil: Flüchtlingsarbeit. Es überrascht mich immerfort, wie viel man in einer Nacht zusammentragen kann.

Über vieles in dieser Stadt gibt es – das fällt dabei oft auf – wenig zu lesen. Vieles stattdessen aus Zusammenhängen gerissen. Einerseits ist das Vormachtstellung der hiesigen Stadtzeitung AZ geschuldet – sie hat hier das mediale Monopol und entscheidet die Themensetzung, nicht weniger die Meinungsbildung derer, die sich ausschließlich über dieselbe informieren. Man kann der Publikation nicht vorwerfen, ihren Job gut zumachen. Man kann DAZ, Stadtzeitung, Neue Szene oder a3kuktur auch nicht vorwerfen, dass sie dagegen nichts zu unternehmen im Stande sind. Sie könnten ihre Inhalte sicher besser, vernetzter über gängige Technologien abonnierbarer, durch besseres Design attraktiver in ansprechenderen Formaten kommunizieren – wie die Parteien es auch verpassen. 

Politik und Medien wirken zunehmend abhängig von  Ich wünschte mir, dass Politik wieder spannend wäre, mutiger. Ich wünschte mir, dass Demokratie sich wieder gegen ihre Widersacher und gegen Demagogen behauptet. Verzeihen Sie mir diese sperrigen Worte. In der Komfortzone hört sich das nie gut an.

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+++ FCA verliert halt mal (gegen Kaiserslautern) +++ Verlängerung: Erneute Problemchen am Curt-Frenzel-Stadion +++ Hoffnung: Bürgerbegehren „Augsburger Stadtwerke in Bürger-Hand“ gestartet +++ in 365 Tagen werden wir den 16. Opernball überstanden haben +++ Montag, 26.01., 18 h, Augsburg gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit, Königsplatz +++ Online-Fanzine DER LUDWIG geht off +++ Nichts Neues: ab 15.2. fliegen die tropischen Schmetterlinge im Botanischen Garten +++ Nichts Neues II: Hallo Werner feiert wieder unvernünftig (schön das es euch gibt) +++ ZDF Länderspiegel: teurer Leerstand in Augsburger Altersheimen +++ WOW-SALE bei Bikekitchen Augsburg: Gebrauchträder gegen Spende +++ Grüne Stadt: contact e.V. sammelt Spenden für Hochbeetanlagen auf Freigelände des Sozialkaufhauses +++ Fische bekommen keinen Termin für Fisch-Treppenbau am Hochablass > We really live in Augsburg.

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