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Archiv für den Monat November 2015

Wer ist einflussreicher in dieser Stadt bei jungen Wählern: Eine Facebook-Seite mit über 4.000 Fans oder eine mit 2.000? Vielleicht ist es die Seite, die den Dialog mit ihren Fans beherrscht. 

Facebook zählt derzeit 27.000.000 Millionen aktive Nutzer in Deutschland 2014. Ganz egal welche der Augsburger Parteien, keine ist hier auch nur annähernd erfolgreich. Erfolgreich auf Facebook? Die Frage beantwortet sich über die Anzahl der Fans, der Likes, Shares und Kommentare durch Fans auf den Fanseiten. Sprich wie viele Fans folgen einer Seite – bei der SPD in Augsburg sind es weniger als bei der AfD Augsburg. Und wie steht es um deren Interaktion zu den veröffentlichten Beiträgen? Bürgernahe Politik dirch Dialog quasi. Facebook oder auch Twitter bieten hier sehr leicht Bürgernähe. Die Interaktionsrate der SPD Augsburg liegt auf Facebook aktuell bei 0%. 

Auf Facebook steht man mit den Fans,  auf Twitter mit Followern im Dialog. Facebook und Twitter sind den Zahlen nach die erfolgreichsten unter den sozialen Medien, nicht nur in Deutschland.

Ich weiß nicht ob die elf Parteien aus Augsburg, die sich auf Facebook finden lassen, noch politischen Einfluss nehmen. Ich kenne jetzt deren Facebook- und deren Twitter-Accounts, mitunter deren Webseiten. Wer wissen will was die Parteien verkünden, muss deren Webseiten entweder alle einzeln bereisen oder dieselben abonnieren. Ich abonniere sie alle auf Facebook. So erspare ich mir ständige Abo-Mails jeder einzelnen Website. Auf Facebook kann ich alle News von allen Seitenbetreibern abonnieren, die mich interessieren. Hier bin ich ohnehin täglich und ständig. 

Ein Abo der Augsburger Allgemeinen habe ich nicht. Ich lese nur die zehn monatlich freien Online-Artikel, kostenfrei. Und noch einmal zehn von meinem Firmencomputer aus in München. Macht 20 kostenfreie Artikel pro Monat. Ansonsten verfolge ich die Beiträge der AZ auf Facebook und Twitter. Überschriften informieren auch. 

In Augsburg blättere ich mich noch durch die Ausgaben von a3kultur, die Neue Szene und in unserem Hausflur gibt es die Stadtzeitung und Augsburg extra. Im Netz findet sich dann noch die Augsburger Zeitung, kurz DAZ. Wer sich für lokale Politik oder Parteiinhalte interessiert, kann sich in diesen Publikationen einiges an Informationen händisch zusammensuchen. So lange er nicht vergisst, dass es sich um journalistische Interpretationen handelt. Auch wenn die Publikationen allesamt eher den partei-politischen Mainstream observieren. Piraten, ödp oder Die Linke existieren hier kaum bis gar nicht. Um die Filterfunktion der klassischen Medien wissen junge Menschen. Ein Grund mehr Informatios-Angebote auf eigene Interessen hin selbst zuzuschneiden. Wer sich über bspw. über Kultur, Nachtleben oder auch Politik in Augsburg informieren kann, schafft das auch ohne AZ und Co.

Die Webseiten der Parteien sind zwar informativ aber unattraktiv und wer in meinem Alter bereist noch eine Website, wenn die Facebookfreunde einen mit den wichtigsten Nachrichten aus der Welt versorgen? Zugegeben, man sollte sich, wenn man politisch informiert sein will, nicht auf Twitter, die Freunde und Facebook allein verlassen, auch wenn das sehr bequem wäre. 

Die Parteien dürften dankbare Inhalte für die sozialen Medien In ihrem Repertoire haben – sie wissen weit mehr über die Stadt als so mancher von uns. Welche Gründe auch immer es hat, dass sie das so selten auf sozialen Medien verbreiten. Ich kann mir Gründe vorstellen: Personalknappheit, fehlender Wille oder, was erfahrungsgemäß einer der Hauptgründe ist, Inkompetenz im Umgang mit neuen Medien, eine fehlende Strategie und schließlich die Erfahrung, dass das was gepostet wird, nicht wie erhofft einschlägt. 

Wer diese Menschen sind, die die Partei sein wollen, ich habe keinen Plan. Ich kenne nur einige der Namen: Eva Weber, Kurt Gribl oder Reiner Erben beim Namen. Ich merke mir Namen nicht gut. Ist kein Desinteresse. Es soll wen geben der unsympathisch ist unter ihnen: Mir fällt sein Name nicht ein. Claudia Roth! Sie fällt mir noch ein. Zuletzt habe ich sie auf dem Slam 2015 in der Kongresshalle am Park sprechen hören.

  
Es ist Sonntag. Ich den halben Tag im Bett. Ich verdaue Mangold und Rotbarsch. Netflix läuft. Handy in der Hand. Draußen regnet und schneit es. 

Meine größte Schwäche? Gelegentlich ist mir nicht alles egal. Dann will ich keine AfD. Lieber Demokratie. Lieber Rotbarsch von der Theke als Lachs aus der Aldi-Gefriertruhe. Klingt wie Komfortzone. Mein Leben ist eine einzige. Wie dankbar ich dafür bin.

Gestern Nacht, da war ich wieder in einer Bar, zufällig das Werner. Einige Gespräche geführt. Soweit das bei der Lautstärke unbeschwert möglich ist. In einer Bar kann man sich in Gedanken, in Gespräche, nach ein paar Mexikanern und mit einem Drink in der Hand herrlich verlieren aber dadurch auch vieles beleuchten. Über die Augsburger Politik, ihre Akteure. Über Stadtentwicklung, Gentrifizierung, City-Initiativen, die Austauschbarkeit der Annastraße, die Franchise-Ketten am Rathausplatz und das dadurch bedingte Aussterben der lokalen Gastronomien. Über schlechte Stadtmarketing-Kampagne oder die städtischen Lobbyisten, menschliche Eitelkeiten oder das Gegenteil: Flüchtlingsarbeit. Es überrascht mich immerfort, wie viel man in einer Nacht zusammentragen kann.

Über vieles in dieser Stadt gibt es – das fällt dabei oft auf – wenig zu lesen. Vieles stattdessen aus Zusammenhängen gerissen. Einerseits ist das Vormachtstellung der hiesigen Stadtzeitung AZ geschuldet – sie hat hier das mediale Monopol und entscheidet die Themensetzung, nicht weniger die Meinungsbildung derer, die sich ausschließlich über dieselbe informieren. Man kann der Publikation nicht vorwerfen, ihren Job gut zumachen. Man kann DAZ, Stadtzeitung, Neue Szene oder a3kuktur auch nicht vorwerfen, dass sie dagegen nichts zu unternehmen im Stande sind. Sie könnten ihre Inhalte sicher besser, vernetzter über gängige Technologien abonnierbarer, durch besseres Design attraktiver in ansprechenderen Formaten kommunizieren – wie die Parteien es auch verpassen. 

Politik und Medien wirken zunehmend abhängig von  Ich wünschte mir, dass Politik wieder spannend wäre, mutiger. Ich wünschte mir, dass Demokratie sich wieder gegen ihre Widersacher und gegen Demagogen behauptet. Verzeihen Sie mir diese sperrigen Worte. In der Komfortzone hört sich das nie gut an.

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Die CSU findet den Gender-Wahnsinn der Grünen »total irre« und ruft ihre Klientel auf, den politischen Widersachern auf Facebook eine Absage zu erteilen. Und wenn man die CSU so verstehen mag, dann ist sie auch gegen den von Grünen geforderten Vegetarismus, die Legalisierung von Cannabis und das Verbot von Plastikmüll. Zumindest wenn man die Aussagen der CSU verkürzt, so wie sie es selber gerne tut. So lädt die Partei auf Facebook ein, der Grünen-Politik eine Absage zu erteilen, durch das Drücken des »Gefällt mir«-Buttons.

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Liebe CSU, wieso die Wähler für so dumm verkaufen? Ist denn was die Grünen da fordern dümmer als das was sie ihren Wählern an Wirksamkeit glauben machen wollen? Was ist Gender-Wahnsinn und was ist total irre? Die Legalisierung von Cannabis? Dann erklären Sie bitte auch, was am legalen Alkoholkonsum gut ist. Die Langzeitfolgen auf das Gesundheitssystem oder die Steuereinnahmen?

Natürlich: Die aufgegriffene Thematik der Grünen-Politik wird von der CSU genutzt, um heilige Klickzahlen zu generieren und um sich durch das Vorführen zu profilieren – das womöglich gut gemeinte, womöglich aber nicht praktikable (?) Ansinnen der Grünen wird jedoch gar nicht erörtert. Es muss doch bei den Grünen einen Grund geben, der wiederum ein paar (?) Menschen betrifft. Oder warum fordern die außerdem ein Plastiktütenverbot?

Wenn eine Partei uns zu einer Handlung motivieren will, sei sie auch noch so banal wie ein Mausklick, sollte sie dann nicht kurz erklären wieso wer klicken soll? Oder sollten wir einer Partei blindlings folgen, die uns nichts erklärt? Werfen Sie einen Blick in den News-Feed der AfD.

Sie halten ihre Wähler eventuell entweder für ultra-schlau (die wissen immer was wir meinen, den müssen wir nichts erklären) oder dumm (die klicken sofort). Herleitungen, Erklärungen oder Begründungen scheinen Ihnen überflüssig. Nein?

Natürlich wissen wir aus eigener Beobachtung, dass Medien- und Informationskonsum heutzutage unter allgemeiner Verkürzung von Tatsachen am besten funktionieren, da wir Menschen zu schnell durch unsere News-Feeds fingern. Und mit schönen Bildchen und großen Sprüchen möchten Sie ein Stückchen Aufmerksamkeit erhaschen. Und sei es auf Kosten Ihrer politischen Konkurrenz (die Grünen sind hier nur ein austauschbarer Platzhalter), statt durch eigene Inhalte.

Das man Aufmerksamkeit erhält, in dem man andere denunziert, und sei es statt einer Person nur eine Partei, wissen wir seid den Pegida-Demonstrationen.

Hinter dem Gender-Ansinnen der Grünen, wenn man denn denken möchte, könnte sich beispielsweise ja die Grundsatzfrage nach Gleichberechtigung in der Sprache verstecken. Ein sehr müßiges  – keine Sorge: das Thema wird niemals viral – aber womöglich notwendiges, weil immer noch ungerechtes Thema. Und das ist ja erstmal nicht irre, sondern sehr nett (sich für Gerechtigkeit einzusetzen oder für Umweltschutz; wenngleich das langweiliger klingt als kontrollierte Flüchtlingsströme oder Obergrenzen).

Leider (?) sind uns zu wenig Frauen bekannt, die unter der Ungerechtigkeit unserer Sprache so sehr leiden das sie dafür auf der Straße protestieren mögen oder leider auch niemand persönliches, der für die Legalisierung von Cannabis oder das Verbot von Plastiktüten auf die Straße ging.

Was ist ihr Vorschlag für eine Lösung – in welchem Feld auch immer? Ist es denn nicht zumindest ein klein bisschen vermessen, die Gleichberechtigung der Frau in der Sprache, selbst wenn nur in der Theorie, als »total irre« abzutun? Nein? Oder die Legalisierung von Cannabis? Oder wieso greifen Sie nicht auf, welche Gründe es für weniger Fleischkonsum gäbe (Verringerung der industriellen Fleischerzeugung zugunsten unseres Klimas?) oder die Gründe warum sie weiterhin dafür sind? Es ist leicht zu urteilen und zu sagen, ein Veggie-Day bringe nichts, sei irre. Doch was bringt uns kein Veggie-Day? Warum nicht weiter-denken?

Sprich, wieso wird nicht kurz erklärt, warum überhaupt die Forderung der Gender-Regel (oder welche der Forderungen auch immer) für irre gehalten wird aber auch welche Folgen eine solche Neuregelung hätte? Es gibt Argumente gegen die Änderung, Argumente warum man bei Alnatura Lebensmittel nicht in Papiertüten steckt. Es gibt für alles Gründe. Und wenn Sie ein Thema anfassen, dann seien Sie sorgfältig und nicht so faul! Da erst wird es doch spannend und erst dann werden Sie selber angreifbar und kommen hinter dem Ofen hervor. Wir brauchen doch politische Diskussionen – grade heute, grade in diesem Land. Geben Sie uns allen eine Chance mitzudenken. Erst das würde doch Sinn ergeben oder Ihre Aussage, irgendetwas sei »total irre« erklären. Nein? Und wenn Sie das Thema für eine politische Auseinandersetzung für zu banal halten, wieso greifen Sie das dann auf (um sich dennoch auf einfachstem Wege zu profilieren)? Gähn. Glauben Sie wirklich das Demokratie so erhalten bleibt? Indem wir sie nicht mehr üben? Und was ist mit der humanistischen Gesellschaft? Alles Irrsinn?

Das »Total irre« könnte irgendwie (zu) einfach (gemacht) wirken. Ganz unabhängig von der Praktikabilität der von den Grünen geforderten Schreibregeln, die man natürlich eigenständig bewerten kann. Sogar sollte. Aber verdammt noch mal: Es geht hier ums Prinzip. Um diesen schönen Anlass den Sie uns geben.

Wieso nehmen Sie uns als potenzielle Wähler hier draußen diese ganze inhaltliche Spannung der politischen Diskussion und sprechen stattdessen derart <em>flapsige</em> Urteile: »Total irre«. Ja was genau?! Plastikverbot, Gleichbehandlung, Vegetarismus, Legalisierung von Drogen … Das ist nicht irre, allenfalls die Formate der Ideen vielleicht manchmal ganz schön sperrig und wenig praktikabel – zugegeben. Aber was sind denn Ihre Ideen?

Mit Verlaub: Von einer so alten Partei wie der CSU darf man sich doch mehr Auseinandersetzung oder Lösungskompetenz wünschen. Natürlich sind Gender-Fragen, Umweltverschmutzung oder Drogenabhängige keine Themen, mit denen man aktuell besonders in der breiten Masse der Wähler punkten mag. Immer auf prosperierende und wachsende Wirtschaft zu setzen, Wirtschaftswachstum für immer – Sie wissen schon wie »irre« das ist. Total irre.

Irre ist es sicher auch, sich dieser Sache heute hier in dieser Ausdehnung zu widmen. Nicht? Wissen wir wohl. Macht ja auch ein bisschen Spaß, jemandem mal auf die Finger hauen. Sie widmen sich der Sache ja aber auch. Und die Grünen auch. Richtig? Und wir alle profilieren uns dadurch: Die Grünen mindestens bei einem Teil ihrer weiblichen Wählerschaft, die CSU als Justiziarin der deutschen Rechtschreibung und wir Hansen profilieren uns durch diesen viel zu lang gewordenen Kommentar wiederum bei unseren Leser*innen.

Und wissen Sie was, wir haben noch eine kleine Keule, die zu schwingen Spaß macht und da Sie auch Spaß mögen und Keulenschwingerin zu sein scheinen:

Haben Sie aktuell nichts anderes zu lösen, als dieser Grünen-Forderung Aufmerksamkeit zu widmen? Ist es nicht schon unsererseits idiotisch, sich diesem Irrsinn (gemeint ist Ihr Bild) gewidmet zu haben? Wenn ja, halten Sie uns zukünftig davon ab, Politik ernst zu nehmen die sich so schwachsinnig in eine Auseinandersetzung bewegt und drücken Sie schnell das Gefällt-mir. Wenn »NEIN«, geben Sie sich mehr Mühe Ihre Meinung und oder Ihre Forderungen zu erklären. Bitte. Und danke für den Anlass.

Gruß aus Augsburg

We really live in Augsburg

Die Augsburger Blogger sind existent. Schreibstile in allen Geschmacksrichtungen, von fad bis pikant, über Relevantes und Irrrelevantes, lesbar, ohne Lesefluss, das Design teils unter-, teils oberirdisch. Bisweilen hat man 80 versprengte Blogs identifiziert. Unauffindbar für die, denen sie unbekannt sind. Eine Übersicht ist nun erstellt. Wir kommen darin vor, mit einer Ankündigung, unter der sich die Balken biegen:

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»2000 Jahre Stadtgeschichte, 270.000 Menschen – das ist viel Inhalt für einen kleinen Blog. Bei „wereallyliveinaugsburg“ gelingt es, das alles unter einen Hut zu bekommen.«

Wir würden das niemals über uns sagen (maximal denken): 2000 Jahre und 270.000 Menschen auf einem Blog unter einen Hut? Das ist uns nie gelungen. Himmel, wenn das wer könnte! Dieser Blog liegt außerdem noch in den Windeln.

Dennoch eine schöne Formulierung. Auch wenn sie Erwartungen schürt die unerfüllt bleiben. Wenn man das Kompliment zweimal liest, kann man erkennen, dass es sich um eine Schmeichelei handelt, denn weniger um eine Wahrheit. Und für diese Schmeichelei bedanken wir uns bei Monika. Es ehrt bis in die Zehennägel, in einem so hochkarätigen Umfeld engagierter und bekannter Augsburger erwähnt zu sein.

Und hier sind wir auf Facebooktumblrtwitter und soundcloud

Höchsten Auswärtssieg seiner Bundesliga-Geschichte: FCA gewinnt 4:0 gegen Stuttgart +++ Ursache unklar: Brand in Asylunterkunft in Nördlingen +++ Ursache ungeklärt: AfD-Vize Gauland nennt Flüchtlingshelfer »nützliche Idioten« +++  AfD laut Emnid-Umfrage wieder auf Abwärtstrend +++ Komplexe Ursache: Augsburger Haushalt weiterhin defizitär – für 2016 fehlen 21,6 Mill. +++ OB Kurt Gribl unterzeichnet Drei-Jahres-Vertrag zur Finanzierung des MODULAR-Festivals in Augsburg. Gleiches Geld, doch jährliches Festival +++ Nach gescheiterter Fusion steht neues Konzept der Stadtwerke – fünf Millionen zusätzlicher Erlös plus Stellenabbau +++ MAN: Kurzarbeit für 550 Beschäftigte +++ Produktivitätssteigerung auch beim Weltbildverlag: Streichung von 50 Stellen wegen Neuausrichtung +++

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Politischer Salon in Augsburg macht »Ethik in der Wirtschaft« zum Thema +++ Einnahmeplus für Vermieter: Mietkosten im Landkreis Augsburg in 15 Jahren voraussichtlich verdoppelt +++ Asylbewerber bringen höhere Mieten: Landratsamt zahlt für Häuser und Wohnungen Zuschläge von rund 25 Prozent. Laut AZ lassen Vermieter Verträge dennoch platzen, da sie noch mehr wollen +++ Billiglösung kommt nicht in Frage: Neue Pläne für Bahnhofsvorplatz veröffentlicht. Aus 70 Mill. aktuell über 200 Mill. +++ Vom Bahnhofsplatz ohne umsteigen zum Flughafen nach München: bis zu 19 x täglich per Fernbus für 13 € +++ Dreißigjähriger Krieg beendet: Linie 3 soll nach Königsbrunn fahren +++ Augsburg wird mutig: Der „unvermittelbare“* André Bücker (46) aus dem Bayreuth des Ostens – der Kurt Weill-Stadt Dessau, übernimmt ab 2017 Theater-Intendanz in der Brecht-Stadt +++ Ab dann beginnen auch die Bauarbeiten am Theater +++ Bauarbeiten – für ca. zwei Monate – auch im Viktor +++ Klimafreundlich: Drei von drei möglichen Sternen von Tierrechtsorganisation PETA für Veganfreundlichkeit der UniMensa +++ Noch nicht durch PETA für ihre vageren Angebote ausgezeichnet: Cigköftem, Beißer Burger, Razz Fazz, Cafe Dreizehn, Striese, Lokalhelden, Sevil Imbiss, Kichererbse oder der City Club +++ Jugend von heute: Studenten verarbeiten Flüchtlingsschicksale (»Geschichten aus dem Grandhotel«) zu Comics +++ Worte statt Taten: Wirtschaftsjunioren Augsburg (WJA) diskutieren Flüchtlingsintegration +++ Augsburger Organisation Prokapsogo schickt Hilfscontainer nach Kenia +++ Dringend notwendig: Stadt prüft weitere Asylunterkünfte +++ Nötig: Übergepäck eines Flüchtlings sucht ab sofort Kinderwägen und Nachhilfelehrer +++ Leider notwendig: Muslime distanzieren sich auch in Augsburg von Pariser Terroranschlägen und Islamischen Staat +++ In diesem Staat / dieser Stadt: Exhibitionist entblößt sich vor Kita. +++ Gerichtsverfahren gegen pädophilen Kinderarzt Harry S. eröffnet. +++ Großbordell für Lechhausen (knapp 34.000 Einwohner) geplant +++ Anschaffen im Hallo Werner im er dienstags +++ Independent: 25. »Tage des unabhängigen Films« gestartet. +++ Hochkultur: Premiere für Goethes lebensmüden Werther im Sensemble Theater +++ Popkultur: Deichkind im Februar in Augsburg +++ Respekt: 10.000 Unterschriften für Erhalt des Kulturparks West in Augsburg gesammelt +++ 500 registrierte Mitglieder bei swa-Car-Sharing +++ Lokalpatriotismus: Augsburger bei The Voice of Germany +++ Menschenzoo: Einladung in Bayerns modernstes Gefängnis, die JVA Gablingen – 30.000 Besucher erwartet +++ Tierzoo: Verstärkung der Känguru-Gruppe aus Nürnberg eingetroffen +++ Tierprodukte: Landgericht Augsburg hat Klage der Milchbauern ob der Milchpreisberechnung gegen Molkerei Müller abgewiesen +++ Wurst zum kuscheln: Berliner Textilfleischerei auf Textilmarkt im tim +++ Erster Schnee in Augsburg +++

*OB Dessau

»… Soviel Glück zu sehen. Das ist einfach unglaublich.«* Der Kino-Dokumentarfilm »Happy Welcome« begleitet vier Clowns bei ihrer Tour durch acht deutsche Aufnahmeeinrichtungen und Heime für Flüchtlinge und Asylbewerber. Im Zuge der 25. Tage des unabhängigen Films in Augsburg, wird der Regisseur Walter (60) Steffen am 18.11. seine Dokumentation persönlich vor dem deutschlandweiten Kinostart vorstellen: Happy Welcome in Augsburg.

Der Film erzählt vom Lächeln, von den Auftritten der Clowns, der Tristesse des Flüchtlingsalltages, den Begegnungen mit teils traumatisierten Kindern und Erwachsenen, von Treffen mit Helfern und von Orten in diesem Land. Berührend, heiter und unterhaltsame Aspekte von einem Deutschland als ein Gastland mit einer Willkommenskultur.

»Wenn jeder darüber nachdenken würde, wie möchte ich behandelt werden, wenn ich in so einer Situation bin und dann danach reagiert, wäre das schon klasse«, sagt eine Rotkreuzhelferin. *Regisseur Walter Steffen (60) über die Produktion: »Es war die wohl glücklichste Woche meines Lebens.« Die süddeutsche schreibt »ein einfühlsamer Film, der tief berührt«.

Programm 25. Tage des unabhängigen Films Augsburg

Das Herz Augsburgs schlug am Freitag den 13.11. französisch. Libanesisch hatte es bei den Anschlägen in Beirut – kurz zuvor – nicht geschlagen. Für Frauke Poetry (#AfD) »war Paris nur eine Frage der Zeit«. Wir fragen Frau Petry: Sind wir nicht alle ein bisschen bluna? Oder: Immer schön Brot kauen, dann wird auch der Kot braun, sagt unser Mitbewohner. +++ Wir stellen statt Teelicht eine Musikbox ans Fenster und gedenken der Opfer, der Insassen der Boote im Mittelmeer und den Gästen des Presseballs.

Stay optimistic

+++ Die Regio Augsburg rechnet mit 30 Mille Umsatz durch Christkindlesmarkt. Wir rechnen mit weiteren Flüchtlingen und Wintereinbruch in Schwaben, mit Wohlstandspatrioten der AfD aber auch mit weiteren Helfern bei Übergepäck eines Flüchtlings. Aktuell 2.700 bis 3.000 Flüchtlinge in Augsburg aufgenommen, so Gribl. +++ Die CSU Augsburg feiert 70jähriges Bestehen. Das Netz feiert die »100 Fragen nach Paris« von Jan Böhmermann. +++ Schlechte Quote für regionale Wirtschaftspolitik: Neues Technologiezentrum im Innovationspark nur noch 25% Mieter-Auslastung. +++ Im Konzept zur Finanzierung der Theatersanierung sollen weder Baupreissteigerungen noch Zinsen beachtet worden sein. Bürgerworkshop schlägt zudem Integration eines Nachtclubs vor. Übergangsstätte eventuell Gaswerk-Areal. +++ Das Maxfest liegt aufgrund der Haushaltslage wieder auf Eis. Alternativ dafür Augsburger Sommernächte angedacht. +++ Fugger- und Welser Erlebnismuseum hofft auf Deutschen Tourismuspreis. +++ Die Manomar-Gründerin erhält Bundesverdienstkreuz für ihre »öko-soziale Modefirma«. +++ Onimos (Second-hand-Shop) bot »Erlebniskonzert« mit Sängerin DADA. +++ Der FCA spielte 4:1 gegen Alkmaar. Der deutschsprachige Slam 2015 spielte Augsburg in die on-, off- und sozialen Medien – ebenso an die 10.000 Besucher in die Kongresshalle am Park. In den Augsburger Medien ferner auch die „stinkende“ Schule in Königsbrunn. Horst Thieme in der Süddeutschen und im BR. Helmut Schmidt überall. +++ Augsburg spielt 5:1 gegen Dortmund. Ein Gebet muss her! Beim DFB-Pokal in Freiburg 3:1. Gebet wirkt. Gegen Mainz dann ein dramatisches 3:3. Dann gewinnt Werder 2:1. Man wird fortan von taktischen Baustellen sprechen. Manche beten für den Trainerrücktritt. +++ PRO Augsburg betet für mehr Manager mit unternehmerischem Denken in der Stadtverwaltung. +++ Projekt Augsburg City empfiehlt die Stadtsparkasse bei einem Besuch der Augsburger Innenstadt. In echt. +++ #prayforparis auch beim Boxboten. +++ Wir empfehlen das Augsburger Kurzfilmwochenende ab dem 18.11. Für den Magen empfehlen wir das diensttägliche kostenlose After-Anschaffen-Buffet im Hallo Werner, für den Kopf einen Besuch der Schuld-und-Bühne-Inszenierung von Bluetspot Productions. Zur Befriedigung und sobald möglich, einen Besuch bei Kätchen’s! Der Laden im Domviertel ist kurz vor Eröffnung. Unweit von Onimos oder der Buchhandlung am Obstmarkt – Letztere aktuell mit einer Jochen Eger-Fotoausstellung zu Augsburg. +++ Cafe Tür an Tür (Straßenbahndepot Wertachstraße) veranstaltet Babyparty für schutzsuchende Mütter auf der Flucht. +++ Schuh Schmid bezieht ehemalige Kaufhof-Filiale Ende November – nebst McDonald der neue Stern am Kö. +++ Dein Augsburg veröffentlicht Video zur Promotion der City App. +++ Peter Pan feiert Premiere im Theater Augsburg. Und jetzt kommst du!

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